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Kinder sind unsere Zukunft

Das Ergebnis macht uns stolz und glücklich. KulturgartenNRW e.V. mit dem Slogan “Alles, ausser gewöhnlich” hat diesen Slogan wieder einmal erfüllt.
Heute war der Pressetermin zur Scheckübergabe “Flaschenpost”. Wir wollten uns bei bei den Unterstützern und Förderen bedanken und erfuhren selber zahlreichen Dank.
Ja, wir haben erreicht was wir wollten – und haben Frau Schäfer von Sunshine4Kids und Frau Nebel von der Lebenshilfe Möglichkeiten geschaffen, die so nicht vorgesehen waren.
Wir haben nicht nur Geld für bedürftige, traumatisierte Kinder akquiriert, sondern vor allem das Bewusstsein für die bedürftigen Kinder in die Köpfe der Bevölkerung transportiert.

Spendenübergabe für die Kinder der Aktion "Flachenpost" an sunshine4Kids und Lebenshilfe

Spendenübergabe “Flaschenpost” an “sunshine4Kids” und Lebenshilfe. v.l.: Landrat Olaf Schade, Gaby Schäfer (1.Vorsitzende sunshine4Kids), Julia Göhlich (Assistentin des Sparkassen-Vorstandes), Linde Arndt (1. Vorsitzende KulturgartenNRW)), Annette Steudtner (stellvertr.Bürgermeisterin Gevelsberg), Thomas Lay (Stellvertr. Bürgermeister Hansestadt Breckerfeld), Gabriele Grollmann (Bürgermeisterin Stadt Schwelm), Michael Lindermann (Vorsitzender des Vorstandes Sparkasse Sschwelm), Katharina Nebel (FUD Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen) und Lisa Thiel (Poetry-Slammerin) Foto: Tanja Rösler

Unterstützt wurden wir bei dieser zum ersten Mal für zwei völlig unterschiedliche Projekte ausgelegten Aktion, deren gemeinsamer Nenner aber traumatisierte Kinder waren, von zahlreichen Menschen.  Insgesamt ergab diese Veranstaltung eine Summe von  11.700,00 Euro. 3.500,00 Euro davon gingen für die Veranstaltung, trotz aller Ehrenamtlichkeit, für Kataloge, Einladungen, Porto, Plakate und Technik drauf.
Immerhin blieben so 8.200,00 Euro als Spende übrig, die gemäß Zweckgebundenheit zwischen den Kindern für Segeltouren bei Sunshine4Kids (350 Euro pro Kind für 10 Tage Segelfreizeit mit allem Drum und Dran) und Geschwisterkindern der Lebenshilfe e.V. für 40 Kinder “Ein Tag nur für mich” im Spezialprogramm bei Starlight-Eypress mit Backstagebesichtigung, Autogrammen, Selfis, Präsenten und vielem mehr und dem vollen neuen Starlight-Express-Programm (Kosten pro Kind 100,00 Euro) zu verteilen sind.
Wir selbst hatten durch die Unterstützung von Firmen, Privatleuten, Stiftungen, sowie den Schirmherren (Bürgermeisterinnen Gabriele Grollmann, Schwelm/Imke Heymann, Ennepetal / und Bürgermeistern des Südkreises, André Dahlhaus, Breckerfeld / Claus Jacobi, Gevelsberg / Ulli Winkelmann, Sprockhövel und dem Landrat des EN-Kreises, Olaf Schade), sowie auch den Sparkassen Ennepetal-Breckerfeld und Gevelsberg-Wetter dieses Projekt ausrichten können. Und der Gastgeber unserer Vernissage und Versteigerung, die Städtische Sparkasse zu Schwelm toppte das Ganze noch indem sie unsere 8 eingeworbenen Segeltouren auf 10 erhöhten und die Geschwisterkinderzahl von 20 auf 40 erhöhte. Kommentar von Herrn Lindermann (Vorsitzender des Vorstandes der Städtischen Sparkasse zu Schwelm) “Kinder sind unsere Zukunft”.

So konnten heute 3.500 Euro an Frau Schäfer von ” Sunshine4Kids e.V. ” und 4.700 Euro an Frau Nebel, Lebenshilfe e.V. für die Geschwisterhinder übergeben werden.

 

Was aber der über alles herausragende Aspekt ist, ist wohl die Tatsache,  dass ein neues öffentliches Bewusstsein für die im Schatten stehenden Kinder geschaffen werden konnte.

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Der Hauch zweier Genies über Gevelsberg

 

v.l.:Antje Simon-Behr von der Sparkasse Gevelsberg-Wetter,, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Thomas Biermann,Kuratorin Ann-Kathrin Hahn, Maldumal-Chefin Annette vom Bruch und Bürgermeister Claus Jacobi, Foto:(c) Linde Arndt

[jpg] Es fasziniert immer wieder, wenn uns der Hauch oder der Geist solcher Menschen umgibt. So hat die Sparkasse Gevelsberg-Wetter, vormals Sparkasse Gevelsberg, es ermöglicht, diesen Geist ein stück weit in ihren Geschäftsräumen wahr werden zu lassen.

38 Lithografien und Radierungen von Georges Braque und Pablo Ruiz Picasso fanden zur Ausstellung in das Sparkassen-EnnepeFinanzCenter der Sparkasse Gevelsberg-Wetter. Alle Werke wurden vom Picasso Museum Deutschlands, dem „Kunstmuseum Pablo Picasso Münster“ ausgeliehen. Kuratiert wurde diese Ausstellung von der ‎wissenschaftlichen Mitarbeiterin des „Kunstmuseum Pablo Picasso Münster“ Ann-Katrin Hahn.

Taube – Werk von Georges Braque Foto: (c) Linde Arndt

 

„Picasso meets Braque“ so der Titel der Ausstellung, die einen wunderbaren „kleinen“ aber fesselnden Einblick in die Werke dieser beiden Genies zeigt. Einen kleinen Einblick deshalb, weil die Qualität und Quantität der Werke beider Künstler jedes Haus räumlich nicht umsetzen könnte.

Ein bei Cahiers d’Art erstellter Catalogue raisonné des œuvres von Pablo Picasso umfasst 33 Bände mit 6.000 Seiten, plus 16.000 Abbildungen, dies um einen Eindruck von dem Wirken des Künstlers zu geben. Der vorgenannte Katalog, der von „Le Zervos“ (Christian Zervos) begonnen wurde und später von seiner Mitarbeiterin Mila Gagarine ergänzt wurde, gilt als unvollendetes Standardwerk der Werke Picassos.

Taube – Werk von Picasso Foto: (c) Linde Arndt

Allein die Darstellung der Schaffensprozesse eines der beiden Künstler würden jeden Kurator in den Wahnsinn treiben. Es sind Genies und die Œuvres  als auch die Würdigung derselben führt uns immer wieder in eine faszinierende Welt.

Die drei Aspekte der Ausstellung „Natur“,“Mythologie“ und „Die weibliche Figur“ lässt eine spannende Ausstellung erwarten; die beiden haben nichts anderes als eine Revolution in der Kunst „angezettelt“.

Wobei nach Aussagen von Braque und Picasso ihnen das revolutionäre nicht bewusst war.

Kuratorin Ann-Kathrin Hahn Foto: (c) Linde Arndt

 

Die Kuratorin Ann-Kathrin Hahn stellte in ihrem Einführungsvortrag ganz bewusst und richtigerweise auf die Freundschaft der beiden Künstler ab. Denn es war nicht nur eine alltägliche Freundschaft, wie wir sie immer wieder mal beobachten können. Vielmehr fanden zwei Menschen zusammen, die sich gegenseitig befruchteten und zu neuen Höhen in einem Schaffensprozess geleiteten. Aber, wir sollten nicht vergessen, dass Paris des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts verkörperte eine Stadt die alles möglich machte. Künstlerischer Mittelpunkt war dieser Hügel, der sich Montmartre nannte und heute noch nennt. Auch heute erkennt man noch den kleinstädtischen Charakter, obwohl inzwischen 100 Jahre vergangen sind.

Braque und Picasso hatten ihre Ateliers fußläufig entfernt, so konnten sie sich fast täglich austauschen. Ein Haus spielte jedoch eine besondere Rolle, das Bateau-Lavoir, ein heruntergekommenes Haus, wo sich Künstler und Käufer fanden und miteinander diskutierten oder auch „nur“ ein Bild erwarben. Braque und Picasso waren aber auf einem Weg, der ein Ziel hervorbrachte, den Kubismus. Im Grunde genommen war es die logische Stilrichtung nach Impressionismus und Fauvismus. Dieser Schritt musste und wurde durch die beiden Künstler vollzogen. Braque skizzierte die neue Stilrichtung und Picasso verstärkte die Skizzen und es entstand der Kubismus. Im Grunde genommen wurde die Kunst erst durch den Kubismus erwachsen und löste sich von der Bindung zur naturalistischen Betrachtung – sie wurde eigenständig.

Später wird Picasso, Christian Zervos einmal erklärend sagen:

Eine Person, ein Gegenstand, ein Kreis, – das alles sind Figuren; sie wirken auf uns mehr oder weniger intensiv. Einige stehen unseren Sensationen näher und verursachen Gefühlsregungen, die unsere Affektmöglichkeiten anrühren; andere wenden sich unmittelbar  an den Intellekt. Allen muß man ihren Platz zubilligen, da ich finde, daß mein Geist genau so viel Erregungen braucht wie meine Sinne.“ (Cahiers d’Art, 1935)

 

Damit wäre eigentlich alles über den Kubismus aber auch über die  Freundschaft Picasso zu Braque gesagt.

Es hätte zwischen den beiden sicher bis zu ihrem Lebensende weiter gehen können, wenn nicht 1914 der 1. Weltkrieg, dieses fürchterliche Gemetzel von zivilisierten Menschen, begann. Braque wurde als Franzose zur Armee eingezogen und Picasso, der ja Spanier war, malte und arbeitete weiter. Als Braque schwer verwundet zurück kam, war er, der vorher schon introvertiert war, noch mehr in sich zurück gezogen. Es dauerte bis er wieder an seine künstlerische Schaffensphase anknüpfen konnte. Nie wieder fanden die ehemals kreativen Freunde zu einem künstlerischen Dialog; denn Picasso war Braque in seinen Schaffensprozessen enteilt.

Kommen wir wieder zur Ausstellung zurück, so werden wir erkennen, es sind die Formen in ihrer Anordnung die ein Bild ausmachen. So besteht zum Beispiel der „weibliche Körper“ aus einer Vielzahl von Formen, die in der Summe nicht unbedingt die Gesamtform ausmachen, aber die Emotionalität des Künstlers beim Entstehen des Kunstwerkes erkennen lassen. Da treten kleine Flächen bzw. Formen mit großen Flächen und Formen in Konkurrenz zueinander und buhlen um die Aufmerksamkeit des Betrachters. Durch die Technik von Lithografie und der Radierung wird das sehr schön und eindringlich sichtbar.

Einfacher kann man nicht die Tür zum Kubismus und damit zur modernen Malerei öffnen. Davon bitte mehr.

Pädagogisch begleitet wird die Ausstellung von der Malschule Maldumal und ihrer Leiterin Annette vom Bruch. Alle vierten Klassen der Grundschulen in Gevelsberg sind eingeladen mitzumachen. „Bei uns wird sich alles um das große Thema Druck drehen“, soAnnette vom Bruch. Im Gegensatz zu den Originalen dürften die Kinder aber die Farben so richtig krachen lassen.

Die Ausstellung im Sparkassen-EnnepeFinanzCenter, Mittelstraße 2 – 4, 58285 Gevelsberg, kann noch bis zum 29.=9.2017 während der Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag von 8:30 bis 18:00 Uhr und Freitag von 8:30 bis 15:00 Uhr jederzeit kostenlos besucht werden.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik und KulturgartenNRW aus Gevelsberg